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Pferdekrankenversicherung

Wir erklären, wie die Pferdekrankenversicherung die Kosten für tierärztliche Leistungen übernimmt, die einen wichtigen Teil der Pferdehaltung ausmachen.

30. März 20262 Min.

Pferde sind nicht nur Arbeitstiere oder Sportgefährten – für viele Menschen sind sie Leidenschaft, tägliche Begleiter und echte Herzensangelegenheit. Die Haltung eines Pferdes ist jedoch mit erheblichen Kosten verbunden, und wenn das Tier erkrankt, können Tierarztkosten schnell in die Tausende gehen. Die Pferdekrankenversicherung bietet Pferdebesitzern die Möglichkeit, ihr Tier medizinisch optimal zu versorgen, ohne dabei in finanzielle Not zu geraten – ein essenzieller Schutz für Mensch und Tier gleichermaßen.

Pferde sind aufgrund ihrer Größe, ihrer Lebensweise und ihrer anatomischen Besonderheiten besonders anfällig für bestimmte Erkrankungen. Kolik ist eine der häufigsten und gefährlichsten Erkrankungen bei Pferden und kann ohne sofortige tierärztliche Behandlung tödlich enden. Aber auch Erkrankungen der Atemwege, des Bewegungsapparats, des Auges oder der Haut können bei Pferden erhebliche Behandlungskosten verursachen – und das in einem Ausmaß, das ohne Versicherungsschutz schnell zur existenziellen Belastung wird.

In Deutschland ist die Pferdehaltung eng mit weitreichenden Sorgfaltspflichten verbunden. Pferdebesitzer müssen bei Erkrankungen unverzüglich tierärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Die Kosten für eine Kolikoperation können je nach Schweregrad zwischen 3.000 und 10.000 Euro oder mehr betragen. Hinzu kommen Nachsorgekosten und eventuell langfristige Rehabilitationsmaßnahmen. Diese Summen verdeutlichen eindringlich, warum eine Krankenversicherung für Pferde keine Luxus, sondern eine Notwendigkeit ist.

Die Pferdekrankenversicherung richtet sich an alle Pferdebesitzer – unabhängig davon, ob das Pferd als Sportpferd, Freizeitpferd oder Zuchtpferd gehalten wird. Sie ist besonders wichtig für Besitzer von wertvollen Sportpferden oder Zuchtstuten, da hier neben den reinen Behandlungskosten auch der wirtschaftliche Wert des Tieres berücksichtigt werden muss. Aber auch das Freizeitpferd ohne kommerziellen Wert verdient eine vollumfängliche medizinische Versorgung.

Beim Abschluss einer Pferdekrankenversicherung sollten Sie auf den genauen Leistungsumfang achten: Welche Erkrankungen sind abgedeckt? Gibt es Ausschlüsse für bestimmte Rassen oder Erkrankungsbilder? Wie ist die Erstattungsquote, und gibt es eine Selbstbeteiligung? Diese Fragen sollten vor dem Vertragsabschluss vollständig geklärt sein.

Als Ihr Allianz Versicherungsberater helfe ich Ihnen gerne, die optimale Police für Ihr Pferd zu finden – damit Sie Ihre Leidenschaft ohne finanzielle Sorgen ausleben können.

Pferdekrankenversicherung - Leistungen

Grundlegende Versicherungsleistungen (alle Tarife):

Freie Tierarztwahl ohne Beschraenkung auf bestimmte Veterinaere. Lebenslange Absicherung ab der achten Lebenswoche ohne Altersobergrenze. Operationen aufgrund von Unfaellen oder Erkrankungen. Eingriffe unter Vollnarkose, Teilnarkose, Lokalaanaesthesie oder Sedierung. Letzte Untersuchung vor Operation und diagnostische Verfahren. Nachbehandlung nach Operationen. Behandlungen ohne vorherige Operation (ambulant und stationaer). Erstattung nach Gebuehrenordnung fuer Tieraerzte (2-facher Satz).

Zahnbehandlungen und chirurgische Eingriffe der Maulhoehle. Entfernung von Gelenk-Chips. Regenerative Therapien (IRAP, PRP, ACP, Stammzellen) in hoeheren Tarifen. Physiotherapie ohne vorherige Operation. Telemedizin-Leistungen. Bildgebende Verfahren (Roentgen, MRT, CT). Prothesen und Implantate.

Schutz im europaeischen Wirtschaftsraum, Schweiz und UK. Notdienstgebuehr-Erstattung. Kosten fuer Einschlaeferung bei unheilbaren Erkrankungen. Direkte Abrechnung mit Tieraerztinnen und Tieraerzten. Wechseloption als optionaler Zusatzbaustein.

Basisvorsorge: Entwurmungen, Impfungen nach Empfehlung der Staendigen Impfkommission Veterinaer, therapeutische Impfungen und einmalige Kennzeichnung (Mikrochip) ohne Selbstbeteiligung und Wartezeit.


Häufige Fragen

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Ja, Pferde mit Vorerkrankungen können versichert werden. Bei der Antragstellung müssen alle bekannten Vorerkrankungen und veterinären Behandlungen der letzten 24 Monate angegeben werden. Einige Erkrankungen führen jedoch zum Ausschluss: Kolikbehandlung mit Operation, Erkrankungen der Wirbelsäule und des Nervensystems. Die Versicherung deckt nur neu auftretende Erkrankungen ab.

Die Entscheidung hängt vom persönlichen Sicherheitsbedürfnis ab. Während Operationskosten schnell mehrere Tausend Euro betragen, können sich auch Behandlungskosten ohne Operation summieren. Ein Vollschutz-Tarif bietet umfassendere finanzielle Sicherheit.

Ein Versicherungsabschluss ist ab acht Wochen ohne Maximalalter möglich. Auch ältere Tiere erhalten lebenslange Absicherung ohne Altersgrenzenbeschränkung.

Die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) ist eine von der Bundesregierung erlassene Rechtsordnung, die vorschreibt, wie tierärztliche Leistungen abzurechnen sind. Sie ist für alle zugelassenen Tierärztinnen und Tierärzte bindend.

Für Unfallbehandlungen gibt es keine Wartezeit. Bei Kolikbehandlungen beträgt die Wartezeit fünf Tage, bei Krankheiten und Fehlentwicklungen drei Monate. Die Wartezeit entfällt beim Wechsel von anderen Versicherern.

Versicherbar sind Hauspferde, Esel, Maultiere und Maulesel sowie Ponys - alle Vertreter der zoologischen Familie der Equiden (Einhufer).

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